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Auf den Spuren der Druiden

Landschaft und Steine, Festtags-Bräuche und Märchen als Zeugen der großen europäischen Vergangenheit
von Inge Resch-Rauter

460 Seiten, 45 Farbbilder, viele Textbilder;  Anhang: Ortsnamenindex

TELETOOL EDITION: ISBN/EAN 978-3-9500-1671-0; leinengebundene Auflage

460 Seiten, 45 Farbbilder, viele Textbilder;  Anhang: Ortsnamenindex

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Kurz-Info, Inhaltsverzeichnis, Leseproben

Kurz-Info
Die Druiden waren nicht Mistelzweige erntende Eremiten, wie sie meist gesehen werden, sondern höchst ausgebildete Wissenschafter. Ihre Studienzeit dauerte laut Caesar 20 Jahre. Sie besaßen ein enormes Wissen über Astronomie, Geometrie (Erdmessung), Mathematik, Alchemie, Medizin, Philosophie und selbstverständlich Magie (worunter man das Erfühlen der verschiedenen Frequenzen zu verstehen hat), weshalb sie von den antiken Schriftstellern so sehr bewundert wurden. Sie konnten die feinstoffliche Welt erkennen und manipulieren. So manches, das die Wissenschaft jetzt neu entdeckt, ist nicht unbedingt Neuland...

Unzählige Spuren haben sich in die Neuzeit gerettet: Hügelgräber, Steinkreise, Monolithen - denn die Druiden bauten auf dem Wissen der Megalithkultur auf - Menhire, Dolmen, auf Steine geritzte Zeichen, Kultgegenstände, Symbolik und Ornamentik, von Menschenhand veränderte Landschaften.... weiters das alte Wissen, das in Sagen, Mythen, Märchen eingeschlossen ist... unser christliches Brauchtum, in das die vier bekannten großen Keltenfeste eingeflossen sind.... Felsformationen und sagenumrankte Steine, die ihre frühere Funktion bekannt geben. 

Diese Spuren werden aus dem Blickwinkel antiker Autoren, historischer Überlieferungen und Augenzeugenberichten analysiert und breiten ein erstaunliches Bild der europäischen Vergangenheit vor uns auf. 


Aus dem Inhaltsverzeichnis

  • Alte Weltsicht  (Druiden - Lebendige Mutter Erde usw.)
  • Von der Heiligkeit der Steine (Vom Chaos zur Ordnung - Energiesteine - Fruchtbarkeitssteine - Landvermessung - Die Stele auf dem Ahnengrab und andere Rechtssteine)
  • Heilige Plätze (die heiligen Brünndelorte - Marien-Quellorte - die keltischen Viereckschanzen waren Kultplätze von besonderer Art - sonstige Kultplätze - Gossam: ein Protokoll)
  • Keltischer Festtagskalender (Samuin 1.11.: der keltische Jahresbeginn - Maria-Lichtmeß am 2.2. tradiert das keltische Sonnenfest Imbolc - Beltaine: das große Freudenfest am Sommerbeginn - Lugnasad: die Hochzeit des Lichts)
  • Der Kult der Sonne (Trojaburgen und Wallberge waren vorchristliche labyrintische Sonnenkultplätze - im Lungau tanzen die Riesen - Santiago de Compostela und der lange Pilgerweg zum Heilsplatz am Ende der Welt)  

Leseproben

Irische Heilige als Landvermesser!

Alfred Watkins, dem auf seinen Fahrten durch England auffiel, daß die Kirchtürme wie ausgerichtet hintereinander in den Himmel ragen, schrieb in seinem 1920 erschienen Buch "The Old Straight Track" ("Der alte schnurgerade Weg"), daß englische Kirchen entlang von Visierlinien zwischen deutlich sichtbaren Geländepunkten erbaut wurden und daß die Menschen früher in gerader Linie zwischen diesen Punkten gereist sein dürften. Die Kirchen müssen dabei als Zwischenstationen gedient haben. Er belegte seine Beobachtungen mit von ihm gemachten Fotos.

Aber Fluchtlinien, das heißt Punkte, die in einer Reihe liegen, können in vielen Fällen keine Straßen sein, da oft die Bodenformationen dies unmöglich machen. Wozu dienten sie also? Waren es Visiersteine, Richtmarken, Fixpunkte einer Sonnen- oder Mondbeobachtung oder einer lang vergessenen Landvermessung? Waren es Theodolithen? Noch aus der Megalithzeit, wie Prof. Thom bei Prüfung dieser geradlinig aufgereihten Marken für England festgestellt hatte?

Tatsächlich waren viele der weitgezogenen Steinreihen Fixpunkte der Priester-Geodäten, die die Geometrie, die Vermessung der Erdkugel, durchführten, was der römische Schriftsteller Pomponius Mela erstaunt in Worte faßte: "Die Druiden behaupten, die Größe der Erde zu kennen!"

Die Fluchtlinien werden in Irland Feenwege genannt; in England Royal Roads (Königsstraßen) und Ley lines: in China Geisterpfade...

In Europa gibt es viele Hinweise auf die Megalith-Geodäsie. Ob als Basis der ägyptische Null-Meridian und die geodätisch fixierten Breitegrade herangezogen wurden - was anzunehmen ist, da bis in das frühe Mittelalter ein nachweislicher Austausch der irischen und ägyptischen Gelehrten stattfand - oder ob Irland ein anderes Koordinatensystem verwendete, ist noch ungeklärt.

Vermutlich beruhten Erdmessung und Himmelsbeobachtung, soweit sie in der Antike erfolgten, auf dem noch bestehenden megalithischen System, das kontinuierlich beibehalten worden sein muß. Denn schon im etruskischen Stadtgründungsritual aus circa 500 v. Chr. lernen wir Landmessung und -aufteilung kennen. Landmessung aber beruht auf der Geometrie, der Erdmessung. Nach der Überlieferung lehrte der Heros Tages im Auftrag des obersten Gottes Tinia die Etrusker die Vermessung des Landes und die Aufstellung von Grenzsteinen. Laut Herodot sollen die Instrumente dazu aus dem babylonischen Raum gestammt haben. Daraus entwickelten sich später die römischen Traditionen... Mit Sicherheit können beide, Landvermessung und Himmelsbeobachtung, in Irland im 6. Jh. n. Chr. nachgewiesen werden. Zu dieser Zeit setzen einige unverständliche Heiligenviten im Zusammenhang mit der irischen Missionstätigkeit in Europa ein, die zu denken geben müssen: Sankt Columcill, Sankt Columban und Sankt Colmàn.

St. Columcill lebte von 521 bis 597, verkörperte die Krieger-Aristokratie und galt als "Kind aus dem Norden". Er war ein Prinz aus dem Königshaus O´Néill, seine Mutter war Druidin also eine hochgebildete keltische Frau. Er selbst war hervorragend gebildeter Druide... Columcill sah "in jedem Eichenblatt einen himmlischen Engel", wie seine Lebensbeschreibung betont. Bei dem Gedanken, einen Eichenbaum zu fällen, überfiel ihn blankes Entsetzen, denn er verehrte in der Eiche das Göttliche schlechthin, nicht einen bestimmten Gott. Im irischen Volksglauben galten die alten, knorrigen Eichen als fast unsterblich!

Er gründete Kirchen in einem geschlossenen Netz durch das ganze O´Néill-Territorium von Derry bis Darrow. Was heißt das? War das "geschlossene Netz" mit Türmen, Kirchen und Kreuzen das Fixpunktesystem einer Landvermessung? Und wieso die selben Ortsnamen als Endpunkte seiner Kirchengründungen, die beide auf das keltische Wort für Eiche zurückgehen, nämlich DARE: Derry = Eichenwald; Darrow = Eichenau. Waren die von ihm verehrten fast unsterblichen Eichen seine Fixpunkte, die nicht zerstört werden durften?

 

Gebärsteine

"Die Kinder kommen aus dem Stein", ist die alte Volksüberlieferung, die die Funktion mancher Schalensteine aufzeigt und beweist, wie konkret Sagen und Erzählungen aufzufassen sind. Früher wußte man, wo die Erde Heilsplätze, Kultplätze, Wohnplätze bereit hielt, wo Orte für die Rechtsprechung, die Exekution sich eigneten, wo Plätze der Minne und der Zeugung, Hochzeitsorte, Orte für die Geburt und die Sterbestunde sich anboten....

Daß Frauen die Kinder im Hockerln und Sitzen zur Welt brachten, ist bis weit in die Neuzeit herauf belegt und gelangt jetzt als beste Gebärhaltung wieder in die Spitäler... Dazu benötigt man einen muschel-förmigen Sessel, in den hinein das Kind geboren wird: den noch im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit für die Entbindung benützten Gebärstuhl... Wie war das in jener längst vergangenen Zeit? Wieder gibt uns die Sprache Auskunft und reden die Steine zu uns "wenn auch nur ganz leise", wie Fietz sagte.

In ältester Zeit, als die hygienischen Verhältnisse leicht zu Infektionen führen konnten, waren die mit heißem Wasser einfach zu reinigenden Schalensteine, die durch ihre kristalline Struktur bakterizid wirken, sicherlich der geeignete Platz für Entbindungen. Man konnte in die Mulde Stroh hineinlegen, das das abfließende Blut und Fruchtwasser versickern ließ, daher weitgehend trocken blieb. Auf das Stroh wurden vermutlich reine weiße Tücher gelegt. Die Hebamme konnte sehr leicht davor knieend hantieren. Über dem Stein muß wohl eine Art Holzhaus für die Wöchnerinnen errichtet gewesen sein. An manchen Steinen sind Ausnehmungen für Füße und Hände noch deutlich erkennbar. Ebenso die "Blutrinnen", die mit leichtem Schauer genannt werden, da man immer blutige Opfer damit assoziiert. In den Blutschüsseln hat das Blut sich sammeln können, sagt der Volksmund. Jedoch: die Blutrinnen führen aus der Schale hinaus und nicht in sie hinein!

Ich möchte als Beispiel den Gebärstein bei der St. Leonhardskirche in Anger oberhalb Bad Aussee bringen, an den die Kirche so dicht herangebaut worden ist, daß es aussieht, als wüchse die Kirchenmauer aus dem Stein heraus... Drei Sagen ranken sich um diesen Stein:

  • Die Himmelmutter hat dort gerastet, sodaß der Stein durch ihre Göttlichkeit sich erweichte und nun die Schale hat
  • Eine Gräfin wurde einer Untat bezichtigt. Als sie auf dem Stein saß, erweichte er sich, wodurch ihre Unschuld erwiesen war.
  • Eine schwangere Fürstin hat dort ein Kind geboren!

Diese letzte sehr konkrete Sage läßt vermuten, daß auch gehobene Bevölkerungsschichten solch eine Entbindungsart beanspruchten. Darauf weisen auch die irischen Mythen hin: König Conchobar wurde auf einer großen Steinplatte geboren! Und auf einen Fels im Wasser setzte sich zur Entbindung die Mutter des Fürsten Fiacha. Durch diese Art der Geburt bekam der Held eine flache Stirne, was zu seinem Namen "Lachstirn" geführt hat ....


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